Warum Höhlentauchen?

"Warum?" ist wahrscheinlich die häufigste Frage, die jeder Höhlentaucher in seiner Tauchkarriere zu hören bekommt. Wie erklärt man seiner Familie und den Freunden was man dort unten macht? Es ist kalt, dunkel, tief und offensichtlich eine lebensfeindliche Umgebung. Es gibt fast kein Leben, nur Fels, Steine und das Wasser um Einen herum. Aber für diejenigen, die Höhlentauchen praktizieren, ist es ein Lebensweg, voller Leidenschaft um neue Welten zu entdecken.

„Mekka“ für europäische Höhlentaucher

Im Südwesten von Frankreich begrenzen Städte wie Cahors, Gourdon, Figeac und Gramat das Departement Lot. Dieses Land der üppigen grünen Wälder und dem schönenmittelalterlichen Erbe aus Burgen, mittelalterlichen Städten, Wassermühlen und alten Gebäuden, gilt als das „Mekka“ des europäischen Höhlentauchens. Das Departement „Lot“ wird von den Flüssen Celé, Lot und Dordogne durchzogen und obwohl es so weit vom Meer entfernt ist, stellt es eines der Top-Tauchgebiete in Europa dar. Die drei Flüsse haben durch die Jahrhunderte hinweg den Kalkstein erodiert und ein Kilometer langes Höhlennetz mit Quellen und Siphons kreiert. Hier ist auch der Ort, wo wir unser Internationales Dokumentationsprojekt, bestehend aus Teilnehmer aus sieben verschiedenen Nationen, durchgeführt haben und nun aus der Sicht von Marcus, einem norwegischen Höhlentaucher und leidenschaftlicher Entdecker erzählen.

Warum Höhlen?

Warum der Everest oder warum der Mond? Es befindet sich in der menschlichen DNA. Seit Anbeginn der Zeit sind Menschen Entdecker. Aber besonders in unserem Falle verschmelzen Leidenschaft und Abenteuerlust mit Dunkelheit und Tiefe, die in einem Team von Freunden aus der ganzen Welt geteilt werden und wurden. Wie in unserem Projekt: Deutsche, Niederländer, Spanier, Italiener, Schweizer, Norweger und Schweden: Alle zusammen wollen wir den „Nicht-Tauchern“ zeigen, wie faszinierend Höhlentauchen ist und warum wir dies praktizieren.

Unser Ziel

Höhlentauchen ist nicht nur eine nette Beschäftigung, sondern vielmehr ein Beitrag für die Gesellschaft. Wir tauchen in die Höhlen um sie besser zu verstehen und das Unterwasserreich schützen zu können. Um Forschungen in Hinsicht der Biologie,  Archäologie, dem Verhalten des Wasser und seine Effekte auf die lokalen Ökosysteme durchzuführen.

Photo: Jan Henry S. Fosse

Photo: Jan Henry S. Fosse

 

Wir erheben Daten und dokumentieren zum Teil enorme Unterwassersysteme. Die Aufzeichnungen von Temperaturschwankungen, Wasserfließrichtungen sowie Wasserqualität , verschiedenen Sedimente, die Anwesenheit von Flora und Fauna werden mit Fotografien, Videos und Artikeln festgehalten und veröffentlicht. Diese Daten an die Oberfläche zu bringen und diese mit der Gesellschaft zu teilen, ist ein guter Startpunkt um unseren Planeten besser verstehen und Wasserresourcen besser schützen zu können.

 


Illustration: Marcus Langberg Smestand and MIchael Spahn


Risiken unter Kontrolle

Was ist der Preis in Bezug auf das Risiko? Wir sind uns einig, dass dies nichtzu unterschätzen ist. Höhlentauchen kann eine herausfordernde und gefährliche Tätigkeit sein, die aber unter einem großen Maß an Sicherheit und Kontrolle durchgeführt werden kann. Ausbildung, Planung und Teamarbeit sind die Grundlage aller unserer Aktivitäten unter Wasser, während wir Daten sammeln oder auch bei normalen Spaßtauchgängen. Wir haben viel Erfahrung undeine fundierte und anspruchsvolle Teamausbildung, die uns erlaubt Tiefen und Orte zu erreichen, die andere Taucher nie erblicken werden. Höhlentauchen ist nicht für Jeden. Sokönnen Projektewie Unseres, unseren Enthusiasmus auch zu den Menschen bringen, die diese Aktivität lieber in der Sicherheit des Zuhauses genießen wollen.

Die Welt scheint als erforscht und man wird bald zu andere Planeten fliegen. Aber mit dem Zeitpunkt wo Menschen einen Fuß auf den Mars setzen werden, wird es immer noch Unterwasserorte geben, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat und darauf warten entdeckt zu werden.

 
By the time man has put one foot on Mars, there will still be places underwater waiting to be discovered
 
 
 

Cave training

Formal cave training can be obtained through several agencies including the Global Underwater Explorers www.gue.com


    Fact:

    The longest cave dive travers (frome one opening to another) was carried out by Jarrod Jablonski and Casey...travellin more than 11 km spending more than 20 hours under water...


     

    Facts:

    Maps are created through a tedious process of measuring the depth, distance(s) and angles relative to a guideline placed in the cave.